Seit Smartphones und Tablet-PCs mit Touchscreens ausgestattet sind, hat sich die Bedienung durch Berührung des Bildschirms innerhalb kürzester Zeit etabliert. Ein Effekt, der die zunehmende interaktive Nutzung der Medientechnik erklärt. Denn dank des technischen Fortschritts bietet die AV-Technik mittlerweile eine Vielzahl von interaktiven Lösungen, die besser, flexibler und günstiger geworden sind. Neben dem Bildungssektor, wo es keine Frage mehr ist, dass Interaktivität zur Verbesserung des Lernens führt, gibt es im Zusammenhang mit anderen Entwicklungen auch verschiedene Ansätze, um Präsentationen interessanter und flexibler oder Meetings effektiver zu machen.

Was bedeutet „Interaktiv“ in der Medientechnik?

Die Definition in Wikipedia sagt:

Interaktivität (lat.: inter „zwischen“ und agere „treiben“ und „betreiben“) weist allgemein auf eine Wechselbeziehung zwischen zwei oder mehreren beliebigen Größen hin, bei der implizit Informationen ausgetauscht werden. Der soziologische Interaktivitätsbegriff geht von Personen aus, die sich gegenseitig wahrnehmen können und in ihrem Verhalten aneinander ausrichten, während in der Informationstechnik die Beziehung zwischen Mensch und Computer gemeint ist.

Erstmalig trat der Begriff interaktiv in der Medientechnik bei den sogenannten Interaktivtafeln (engl.: Interactive Boards) auf. Die Technologie in der Interaktivtafel bietet die Möglichkeit, durch Berührung des von einem Beamer projizierten PC-Bildes, mit diesem PC zu interagieren, wie sonst nur durch eine PC-Maus. Der Begriff beschreibt also in der Medientechnik im Sinne der obigen IT-Definition eine neue Art von Schnittstelle zwischen Mensch und Computer.

Der Begriff „interaktiv“ taucht heute in der Medientechnik auch im Zusammenhang als interaktive Beamer und interaktive Displays auf. Bei den interaktiven Bildschirmen (engl. Displays) wird heute jedoch zunehmend der Begriff Touchscreen verwendet.

Doch interaktive Medientechnik kann von der Bedeutung her noch weiter gefasst werden. Denn die Technik bietet Lern- und Lehrmöglichkeiten, bei denen die Lernenden (Schüler) mittels interaktiver Medientechnik aktiv in den Unterricht einbezogen werden können.

 

Technische Lösungen

Interaktivtafeln

Interaktivtafeln bieten prinzipiell schon seit Ende der 90er Jahre eine ähnliche Funktionalität, wie ein großer Touchscreen. Das PC-Bild wird durch Projektion eines Beamers auf die Tafel erzeugt. Im Prinzip ersetzt der Finger die Maus. Er steuert einen Cursor, mit dem sich, je nach Funktionalität des Programms, Ereignisse abrufen oder Eingaben machen lassen. Anfänglich benötigten die Interaktivboards statt des Fingers einen speziellen Stift. Auch heutige Systeme erfordern teilweise batteriebetriebene aktive Stifte.

Vorteilhaft für die Nutzung von Interaktivtafeln ist der Einsatz von Ultrakurzdistanzprojektoren. Diese Vermeiden durch den geringen Abstand zur Tafel, das die Person mit ihrem Körper zwischen Projektor und Tafel steht. Dadurch wird die Person beim Blick zu den Teilnehmern nicht durch den Projektor geblendet. Die Person steht mit dem Körper nicht im Projektionsstrahl des Beamers und deckt sich damit nicht selber das Bild ab.

Interaktive Beamer

Es gibt sogenannte interaktive Beamer, die ab Werk mit einer Interaktivfunktion ausgestattet sind. Da solche Systeme, von der Positionsgenauigkeit her, mit der von Interaktivtafeln kaum noch zu unterscheiden sind, lässt sich meist mit Interaktivbeamern gegenüber Systemen mit Interaktivtafeln Geld sparen. Um nicht im Projektionsstrahl des Beamers zu stehen, sind diese interaktiven Beamer in der Regel Ultrakurzdistanzprojektoren.

Theoretisch könnte auf eine normale weiße Wand projiziert werden. Da Ultrakurzdistanzprojektoren jedoch eine hohe Planlage der Projektionsfläche erfordern und bei interaktiver Nutzung die Projektionsfläche häufig berührt wird, ist eine Tafel oder Scheibe zu empfehlen. Glänzende Oberflächen stören jedoch wegen ihrer Reflexionseigenschaften die Betrachter. Es empfehlen sich für ein gutes Projektionsergebnis daher spezielle Oberflächen. Auch für den Wunsch, dass die Fläche mit abwischbaren Stiften als normale Tafel verwendet werden soll, gibt es Lösungen.

Interaktive Displays

Interaktive Displays funktionieren im Prinzip ähnlich, wie interaktive Beamer oder Beamer mit interaktive Tafeln.  Üblicherweise sind solche touchfähigen Displays an der Wand montiert oder auf einem mobilen Gestell. Das Bild zeigt eine Lösung als Arbeitstisch. Touchscreens gibt es von speziellen Anbietern. Alternativ haben aber auch die großen Hersteller Geräte mit Touchscreen im Portfolio oder bieten sogenannte Touch-Vorsatzscheiben für die Nachrüstung an.

 

 

Weitere Themen

  • Systeme für die Nachrüstung, die eine Projektion interaktiv machen oder einen Bildschirm zum Touchmonitor.
  • Interaktive Systeme für Schulen
  • Interaktive Lösungen für den Einsatz vor größerem Publikum, z.B. in Hörsälen
  • Mobile Systeme
  • Systeme mit zusätzlichem Schreibbereich/Seitentafeln
  • Interaktives „Papier“, das den Inhalt an einen PC überträgt
  • Vor- und Nachteile von Stift- oder Fingerbedienung
  • Der Sinn von höhenverstellbaren und neigungsverstellbaren Systemen

 

AV-ING ist der richtige Ansprechpartner für interaktive Medientechnik. Wir informieren, welche Vorteile Sie mit interaktiver Medientechnik erreichen können und ermitteln die passende Lösung für Sie.