Erstellt 08/2014

TV Geräte nehmen schon seit der IFA 2012 Kurs auf 4K. Die vierfache FullHD Auflösung, die wahlweise auch Quad-FullHD (QFHD) oder Ultra-HD (UHD) genannt wird, bietet mit 3840×2160 Pixeln die doppelte Zeilen- und Spaltenzahl von FullHD (1920×1080). In Anbetracht der Auflösungsentwicklung bei Smartphones, Tablets und Notebooks ist das bei den großen Bildschirmen fast schon zwangsläufig.

 

Maximales Heimkinobild

Technischer Antreiber sind die TV-Hersteller, die 4K schon seit der IFA 2012 in Deutschland zeigen. Sinn macht dies, weil der Kundenwunsch nach größeren Bilddiagonalen besteht. Ein größeres FullHD-Bild erfordert aber auch eine Vergrößerung des Mindestabstandes. Denn das Filmvergnügen leidet, wenn bei zu viel Nähe zum Gerät, die einzelnen Pixel erkennbar werden.

Mit QFHD kann – bei gleicher Bildqualität- der Mindestabstand halbiert werden: Das Bild erscheint dadurch doppelt so breit und doppelt so hoch: also viermal so groß!

Das Ergebnis ist beeindruckend, da selbst 4K-Kinos mit einer Darstellung von 4096 x 2160 nicht wesentlich mehr Bildpunkte bieten.

 

 

Technik: Top – Inhalt: ?

Film und Fernsehen

Top-Qualität bei Filmen gibt es vorerst nur in der Theorie, denn mit der Lieblings BluRay wird nur eine geringfügig bessere Bildqualität erreicht, da die Disks nicht mehr als 1080p bieten können. Und die HDTV-Sendungen in 720p oder 1080i müssen schon stark hochgerechnet werden, um das Bildschirmformat zu füllen.

Doch wer weiß, was noch kommt.

Erst vor kurzem wurde bei der Fußball-WM in Brasilien gezeigt, was technisch machbar ist. BBC testete im Forschungslabor die 4K Übertragung per Satellit von Brasilien nach London.

In Japan sollen die WM-Spiele bereits in 4K gesendet worden sein. Im Juni startete dort bereits ein 4K-TV-Kanal.

Die japanische Rundfunkgesellschaft NHK* demonstrierte zur WM mit 8K-Übertragungen einen weiteren HDTV-Schritt in die Zukunft. Super Hi-Vision (SHV) bietet mit 7680×4320 Pixeln gleich die 16-fache FullHD-Auflösung.

Digitalfotos

Anders bei Digitalfotos. Schon Kameras ab 10 Megapixeln genügen, um passendes Bildmaterial zusammenzubringen. Moderne Kameras mit 18 oder 20 Megapixeln Auflösung schaffen das also spielend.

PC: Excel und Games

Moderne PCs sind in der Lage 4K-Inhalte Inhalte in der passenden Auflösung zu liefern. So eine „scharfe Excel-Tabelle“ hat bestimmt noch keiner gesehen. Außerdem gibt es schon PC-Games und auch Youtube Clips in 4K.

 

 

Fazit:

Höhere Auflösungen bei Bildschirmen und Beamern wird kommen. Interesse wird sowohl im Privatbereich, wie auch in Unternehmen sein. Professionelle Geräte sind derzeit jedoch – abgesehen von Kinoprojektoren und einem 30″ Sharp-Monitor – noch nicht auf dem Markt.

 

 

* Die japanische Rundfunkgesellschaft NHK  (Nippon Hōsō Kyōkai) ist halbstaatlich ähnlich unseren öffentlich-rechtlichen Sendern und wird durch Rundfunkgebühren finanziert.

Link: Entwicklung der Auflösung bei Smartphones, Tablets